Mehr Gäste denn je in Sachsen: Aufenthaltsdauer von Touristen sinkt

ein Bericht von SaxoniaNews aus Chemnitz

Die Gästeankünfte in Sachsen sind mit 1,2 Prozent moderat angestiegen. Die Zahl der Übernachtungen pro Tourist jedoch ging zurück. Es gab zwar 0,1 Prozent Übernachtungen mehr als im Jahr 2015, aber knapp 150.000 weniger als im Jahr 2014.
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig und der Geschäftsführer der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS), Hans-Jürgen Goller, haben in Dresden die Ergebnisse vorgestellt.
Sachsen zieht zwar immer mehr Leute an, diese bleiben aber nicht so lange wie zum Beispiel in anderen Regionen und Touristenorten.
Bei der Nord- und Ostseeküste oder den Alpen, ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer erkennbar höher (zwischen 3,7 und 6,2 Tagen).

Auch bei ausländischen Gästen sind die Zahlen ähnlich. Es gab 0,6 Prozent mehr Gästeankünfte, aber die Zahl der Übernachtugen sank um 0,8 Prozent auf 1.891.323.
Sachsen ist meist eine Stopover-Station für eine Nacht, während die Gäste z. B. in Bayern oder Berlin zwei oder mehr Nächte bleiben. Für das Tourismusmarketing ist dies eine schwierige Herausforderung. Die Aufenthaltsdauer kann nur bedingt beeinflusst werde. Sie hängt in erster Linie von den Programmen der Reiseveranstalter ab.

Bei den Ferienregionen und Städten hatte die Sächsische Schweiz in 2016 die größten Touristenzuwächse. Hier stieg sowohl die Zahl der Ankünfte, als auch die Zahl der Übernachtungen um jeweils ca. 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Vergleich der drei großen Städte Chemnitz, Dresden und Leipzig hatte einmal mehr Leipzig die Nase vorn. Sowohl die Anzahl der Gäste, als auch die Anzahl der Übernachtungen stieg hier um rund 2,5 Prozent.
Dieses Jahr werden in Sachsen besonders viele deutsche wie internationale Besucher erwartet Grund dafür ist der 500. Jahrestag der Reformation.
So gibt es besonders für Kulturtouristen viel zu sehen. Diese sollen auch als Zielgruppe im Fokus stehen. Bezogen auf Sachsen spricht das Reformations-Thema nachweislich ein geografisch bemerkenswert breit gefächertes Publikum an.

„Doch landschaftliche Schönheiten, kulturelle Vielfalt oder die Gästezufriedenheit vorhandener Gäste allein reichen nicht, wenn sie von Negativnachrichten überdeckt werden, die einen Teil der Gäste von Reisen nach Sachsen abhalten“, so Martin Dulig. „Jeder Einzelne trägt dazu bei, welches Bild wir aus Sachsen in die Welt senden - und ob es uns zukünftig wieder gelingt, mit einem Bild zu werben, das mehr Interesse an unserem Land weckt, Begegnung ermöglicht und den Sachsen die Chance gibt, sich weltoffen und gastfreundlich zu zeigen.“

erstellt am 14.03.2017 um 15:30